Schlagwort-Archiv: Kommunikation

Appetit

Mal leichte und mal schwere Kost, Hauptsache Appetit und ein paar KostProben.

Fiktionales, Funktionales & Fachliches greifen stark ineinander. Phantasie darf zum Nachdenken anregen, Lernen soll Spaß machen und Wissen muss auch unterhalten, um im Gehirn haften zu bleiben. Da stört diese vermutlich typisch deutsche Unterscheidung zwischen „ernsthaft“ und „unterhaltend“ ungemein. Warum soll Arbeit keinen Spaß machen? Und warum sollte Spaß etwas Unernstes sein? Nun ja, wir unterscheiden eben auch zwischen zwei Gehirnhälften – und können sie doch nur gemeinsam nutzen.

Und da ich die genaue Hirnregion als Quelle dieser Erkenntnis nicht angeben kann, ohne zu lügen, habe ich einen Text von 2006 ausgegraben, der rein fiktional meine funktionalen und fachlichen Erfahrungen mit ein bisschen Pointierung erzählt:

Neue Besen kehren gut – oder: Die Visionen der Frau Rosenbauer.

 

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MusenAlmanach III

Was dann doch noch geschah …

Vielleicht war es ein Hauch von Klio, die (sich) rühmende Muse der Geschichtsschreibung … mit einem Schuss von Erato mit ihrer LiebesDichtung im dauerhaften MonoLog: zu viele Attribute und auch Adjektive. So eine verirrte museale Muse, die wie ein Anachronismus wirkt und nur anstupst, was man selbst längst kennt.

Ein hoffnungsloser klarer Fall für Lale Petersen: Da hat sich jemand voll zum (J)Obst gemacht 😉

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MusenAlmanach II

Was weiter geschah …

Steter KommunikationsTropfen erweicht das stoische Gewissen. Es gibt diese hartnäckigen Musen, deren inspirativ-transpirative Küsse man zunächst gar nicht haben will, die aber neue HirnRegionen beflügeln bis hin zum Verdacht der SchläfenLappenEpilepsie.

Nennen wir sie eine getarnte Thalia mit lachender TheaterMaske … mit einem Schuss Melpomene, der gleichsam maskierten Muse der Tragödie.

Herr Kökkenmöddinger meinte jedenfalls, dass wir ohne sie besser vorankommen 😉 Stimmt auffallend. Solcherlei Theaterspiel stört die Authentizität.

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TischKantenGeplauder I

Tischkanten sind eine interessante Sache. Und wie oft sitzt man um mehr oder weniger runde Tische und quatscht einfach, was das Zeug hält. Und wie oft hängt man so mit halber Pobacke auf der Tischkante, eigentlich im Begriff zu gehen, aber das Gespräch sagt: „Moment …“

Dabei spielt natürlich die Umgebung eine Rolle. Die Ecken und Kanten sind wichtig, denn manchmal stehen Stimmung und Inhalte auf der Kippe, drohen über die Tischkante zu stolpern oder unter den Tisch zu fallen. Hier versuche ich, die unterschiedlichen Gesprächsinhalte in ihrem ursprünglichen Kommunikationsbiotop zu belassen und dennoch festzuhalten.

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Angst essen Seele auf …

Das ist nicht nur ein phantastischer Titel eines ebenso phantastischen Filmes (Fassbinder 1974). Angst nagt tatsächlich an allem, was man Seele, Gemüt, Stimmung, Glück oder auch Bewusstsein nennen mag. Es war eine meiner KreativKreaturen (Tjelle Rasmus Kökkenmöddinger), die mich in ein SchreibTischKantenGespräch über die Angst verwickelt hat. Konkrete Angst ist dabei weniger verstörend als die diffusen Ängste, die sich in kleine Bedenken oder warnende Stimmchen aus irgendeiner Vergangenheit kleiden, sich einschleichen und immer mehr innere Hemmschwellen aufbauen. Die diffusen Ängste sind wie eine kleine Armee, die über Nacht alles daran setzt, dort Barrikaden zu errichten, wo am Tag zuvor der Start für neue Ziele lag; oder die den ganzen Tag unterbewusst damit verbringt, die morgens gesteckten Ziele zu demontieren. Und: Ängste sind oft einfach nur bequeme Ausreden. Es könnte ja anstrengend werden, die muckelige KomfortZone zu verlassen …

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PsychoSchal

Psychoschal1Es ist etwa 25 Jahre her, dass sich an meinem damaligen Couchtisch eine kreativ-meditative Form des Zweiergesprächs entwickelt hat. Ich hatte begonnen, an einem groben Schal aus Wollresten zu stricken, nur so zum Zeitvertreib, um die Finger zu beschäftigen und die Gedanken zu sortieren. Eine Freundin besuchte mich, um Probleme zu besprechen und verlangte nach wenigen Sätzen nach dem Schal. Sie erzählte und strickte. Dann erzählte ich und strickte. Bald darauf besuchte mich eine weitere Freundin, erzählte und strickte … Immer häufiger brachten meine Freundinnen selbst Wollreste mit: bunte, graue, helle, dunkle. Und so ging es weiter. Nach Jahren entstand so ein ansehnliches Gesprächsgeflecht aus mehr oder weniger bunten Wollresten, in denen sich alle unsere wichtigen Themen verwoben haben. Wo dieser Schal im Laufe der letzten fünf Umzüge gelandet ist? Ich weiß es nicht. Er war zu lang, zu bunt, zu wild, um eventuell tragbar zu sein. Aber das Prinzip PsychoSchal ist hängengeblieben. Und nun wird es eine Neuauflage geben … an einem anderen Couchtisch, in einer anderen Stadt, mit alten und neuen Freundinnen in einem gar nicht so ganz anderen Leben …

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